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Platin, Gold oder Silber? Welches Edelmetall lohnt sich 2025 wirklich für Anleger?

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Edelmetalle im Wandel – der Blick auf 2025

Im Jahr 2025 stehen Edelmetalle erneut im Zentrum vieler Anlagestrategien. Die Kombination aus geopolitischen Unsicherheiten, einer hohen globalen Verschuldung und den langfristigen Effekten der Energiewende hat Gold, Silber und zunehmend auch Platin in den Fokus von Investoren gerückt. Während Gold weiterhin als sicherer Wertspeicher gilt, zeigt sich bei Silber und Platin ein stärkerer Zusammenhang mit der industriellen Entwicklung. Insbesondere Platin rückt durch strukturelle Angebotsdefizite und den Ausbau der Wasserstoffwirtschaft ins strategische Interesse professioneller Anleger.


Warum Platin 2025 besonders im Fokus steht

Platin gilt seit Jahren als unterbewertet – insbesondere im Verhältnis zu Gold. Während das Gold-Platin-Ratio historisch oft zugunsten von Platin lag, notiert das Metall derzeit deutlich darunter. Dieser Preisabschlag, kombiniert mit einem sich abzeichnenden Angebotsdefizit, hat das Interesse institutioneller Investoren wiederbelebt.

Laut aktuellen Marktberichten übersteigt die weltweite Nachfrage das Angebot um mehrere Hunderttausend Feinunzen jährlich. Hauptursache sind Produktionsrückgänge in Südafrika, geopolitische Unsicherheiten in Russland und eine steigende Nachfrage aus der Wasserstofftechnologie. Für Anleger entsteht daraus ein Umfeld, in dem Platin sowohl als Substanzwert als auch als Wachstumsinvestment an Attraktivität gewinnt.

Knappheit und Förderabhängigkeit

Die weltweite Platinförderung ist hochgradig konzentriert. Etwa 70 Prozent stammen aus Südafrika, weitere 10 Prozent aus Russland. Damit sind Produktionsausfälle oder politische Spannungen in diesen Ländern unmittelbar preissensitiv. Recycling – vor allem aus alten Fahrzeugkatalysatoren – kann nur einen Teil dieses Defizits ausgleichen. Die strukturelle Knappheit macht Platin zu einem klassischen „Engpassrohstoff“, dessen Preisentwicklung stark auf Angebotsstörungen reagiert.

Industrielle Nutzung mit Zukunft

Rund zwei Drittel der globalen Platinnachfrage entfallen auf industrielle Anwendungen. Neben dem Einsatz in Katalysatoren und chemischen Prozessen gewinnt das Metall in der Wasserstoffwirtschaft rasant an Bedeutung. Platin ist ein zentraler Bestandteil von Brennstoffzellen und Elektrolyseuren – beides Schlüsseltechnologien für die Dekarbonisierung.
Wenn sich die Wasserstoffstrategie der EU, Chinas und Japans weiter beschleunigt, könnte sich die Nachfrage nach Platin in diesem Segment in den kommenden Jahren verdoppeln. Für Investoren, die frühzeitig Positionen aufbauen, eröffnet sich damit ein potenzieller struktureller Aufwärtstrend.


Platin im Vergleich zu Gold und Silber

Gold – Stabilität und Werterhalt

Gold bleibt das klassische Basisinvestment unter den Edelmetallen. Es dient weniger der Renditeoptimierung als der Risikoabsicherung. In Phasen hoher Inflation, geopolitischer Unsicherheit oder sinkender Realzinsen fungiert Gold als Krisenanker im Portfolio.
Allerdings bietet es in Wachstumsphasen begrenzte Performancechancen, da es kaum industriell genutzt wird und sein Preis primär von monetären Faktoren abhängt.

Silber – Industriemetall mit Hebelwirkung

Silber verbindet Eigenschaften von Gold und Platin. Durch seine breite industrielle Verwendung – insbesondere in der Photovoltaik, Elektronik und Batterietechnik – besitzt es ein höheres Beta zum globalen Wachstum. Das macht Silber renditestärker, aber auch volatiler. In Rezessionsphasen reagiert der Preis oft überproportional negativ, während in Boomphasen hohe Gewinnchancen entstehen.

Platin – der unterschätzte Herausforderer

Platin vereint Knappheit, industrielle Relevanz und potenzielle Zukunftsfähigkeit. Es profitiert von technologischen Umbrüchen, die langfristig strukturelle Nachfrage schaffen, und bietet zugleich einen Wertspeichercharakter.
Im Gegensatz zu Gold wird Platin jedoch stark durch die Konjunktur beeinflusst. Es ist kein klassischer Krisenschutz, sondern ein strategisches Wachstumsmetall – vergleichbar mit einer Kombination aus Edelmetall und Industriemetall-Investment.


Chancen und Risiken beim Platin-Investment

Attraktive Chancen

Für Investoren mit mittel- bis langfristigem Anlagehorizont bietet Platin gleich mehrere Argumente.
Erstens: Das Marktdefizit dürfte bestehen bleiben, was den Preis strukturell stützt.
Zweitens: Der Übergang zur Wasserstoffwirtschaft eröffnet ein neues Nachfragefeld, das bereits heute erhebliche Investitionen anzieht.
Drittens: Das Bewertungsverhältnis zu Gold signalisiert weiteres Aufholpotenzial.

Institutionelle Anleger sehen Platin zunehmend als Beimischung zur Diversifikation in Rohstoff- und Edelmetallportfolios. Selbst eine geringe Allokation kann aufgrund der Volatilität einen signifikanten Einfluss auf die Gesamtrendite haben.

Zentrale Risiken

Die Kehrseite der Medaille ist die hohe Zyklizität. Bei einer globalen Konjunkturabschwächung oder einer schnelleren Elektrifizierung des Verkehrs (und damit sinkender Katalysatornachfrage) könnte der Platinpreis deutlich unter Druck geraten.
Auch geopolitische Risiken, vor allem in Südafrika, bergen Unsicherheiten für die Versorgungskette. Kurzfristige Korrekturen sind daher selbst in einem langfristig positiven Umfeld nicht auszuschließen.



Fazit: Platin als strategische Portfolioergänzung

Im Jahr 2025 ist Platin das wohl spannendste, aber auch anspruchsvollste Edelmetall für Investoren. Während Gold Stabilität bietet und Silber als taktische Beimischung dient, kann Platin als strategische Zukunftsposition im Rohstoffsegment betrachtet werden.
Seine Knappheit, die industrielle Breite und das Potenzial durch die Wasserstoffwirtschaft machen es zu einem strukturell interessanten Investment.

Für ein ausgewogenes Edelmetallportfolio erscheint eine Platin-Quote von 5 bis 10 Prozent sinnvoll – insbesondere für Anleger, die nicht nur Stabilität, sondern auch Wachstumsperspektive suchen. Wer bereit ist, kurzfristige Schwankungen zu akzeptieren, kann langfristig von einem möglichen Repricing des Metalls profitieren.

Platin ist kein Metall für kurzfristige Spekulation – aber ein Investment für Investoren mit Weitblick.

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